Adeje

KIRCHE VON SANTA ÚRSULA UND HAUS CASA FUERTE

Besuchszeit: Zu den Gottesdienstzeiten.

Die Kirche von Santa Úrsula wurde an der Stelle errichtet, wo am Anfang des16. Jahrhunderts eine primitive Wallfahrtskapelle gebaut worden war. Hervorzuheben ist die Kassettendecke des Altarraums, unter welcher sich das große Retabel befindet, das aus der ersten Epoche des Kolonialbarocks stammt, und unter dem Zeichen der Schutzpatronin, der Jungfrau von Nuestra Señora de La Encarnación, aus dem 16. Jahrhundert, steht.

In dem Tempel sind einige französische Wandteppiche aus dem 17. Jahrhundert verwahrt; sie kamen von den "Königlichen Atelier für Gobelins von Paris" (zweite Epoche), und werden als einmalige Stücke unter den Devotionalien der Kanarischen Inseln angesehen. Das Retabel im Renaissancestil des Ende des 16. Jahrhunderts gehörte, anscheinend, einst der Pfarrkirche von Candelaria.

In der Kirche befinden sich auch das Bildnis derjenigen, deren Namen sie trägt, Santa Úrsula, der deutschen Schule (17. Jahrhundert), ein San Juan Bautista (Schule von Montañés), und das älteste Faksimile der Jungfrau von Candelaria, aus dem 16. Jahrhundert; es handelt sich dabei um eine schwarze Jungfrau, die als Kopie des ursprünglichen Bildes der Schutzpatronin der Kanarischen Inseln gilt, das 1826 verloren ging, als es von einer Überschwemmung mitgerissen wurde. Auf dem Hals, dem Gürtel, den Ärmeln und dem unteren Teil der Tunika ist ein Text eingraviert, der Anlass zu verschiedenartigen Deutungen gegeben hat, die ihn mit iberischen oder etruskischen Schriftzeichen in Verbindung gebracht haben.

In der Kirche befinden sich auch eine Silberlampe und bedeutende Malereien.

Ganz dicht bei der Kirche steht das befestigte Haus (CASA FUERTE). Die Ponte, denen die Markgrafschaft von Adeje entsprach, und die außerdem Grafen von La Gomera waren, erhielten mittels Verordnung des 2. Mais 1555 die Genehmigung, ein Befestigtes Haus zu errichten. So begann Pedro de Ponte den Bau im Jahre 1556 , um seine Besitztümer zu verteidigen, zu denen unter anderem eine Zuckerfabrik gehörte.

Noch heute sind einige Elemente dieses Hauses erhalten. Dort stieg übrigens mehrmals der englische Freibeuter John Hawkins, der mit Pedro de Ponte bei der Einführung schwarzen Sklaven in Amerika kooperierte, ab. Die letzten Herren von Adeje nahmen jedoch praktisch alle Stücke, welche dieses herrschaftlichen Anwesen schmückten, wie etwa Möbel, Wandteppiche, Waffen, usw. nach Madrid mit, als sie ihre Besitze in diesem Ort im 19. Jahrhundert verkauften.

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