Laurisilva
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Flora Und Fauna: Einleitung

Makaronesien oder Makaronesiche Region ist der Name, mit dem die Gesamtheit von fünf Inselgruppen in der zentralen östlichen Zone des Nordatlantiks bezeichnet wird: diese Archipele sind die Azoren, Madeira, die Selvagens Inseln, die Kanarischen Inseln und Kapverden.

Der Kanarische Archipel ist derjenige, der den größten Reichtum an Flora in der ganzen Makaronesichen Region aufweist. Außerdem liegt er an vierter Stelle auf der Welt, was endemische Flora betrifft, denn es gibt dort etwa 1700 katalogisierte höhere Pflanzen, von denen ungefähr 20 Gattungen und über 500 Arten bodenständig sind.

Laut Angaben des ehemaligen C.E.I.C. (Centro Ecológico de Icona en Canarias – Ökologisches Zentrum des spanischen Naturschutzinstituts auf den Kanarischen Inseln) gibt es in Spanien insgesamt 1919 Spezies, von denen 502 kanarische Endemiten sind.

Was die Fauna angeht, so existieren auf den Kanarischen Inseln mehr als 6000 Arten von Invertebraten und 109 von Vertebraten, wobei 20 der letztere eingeführt wurden. Die Fläche der Insel Teneriffa, der größten des Kanarischen Archipels, ist zwar beschränkt und beträgt nur 2034 Quadratkilometer, aber trotzdem ist dort eine überraschende ökologische Vielseitigkeit zu finden. Das ist zurückzuführen auf die besonderen Umweltbedingungen, die da herrschen, bedingt durch das zerklüftete Relief des Geländes, welches die allgemeinen klimatischen Gegebenheiten lokal verändert und so total unterschiedliche Mikroklimate schafft.

Diese vielfältigen Mikroklimate und die demzufolge entstehenden natürlichen Habitate spiegeln sich ganz deutlich in der Vegetation der Insel wider, die durch eine reiche, vielseitige Flora gebildet ist (1400 Arten höherer Pflanzen), von denen viele Endemiten der Kanarischen Inseln (200) und von Teneriffa (150) sind. Mit diesem Pflanzenreichtum von etwa 150 exklusiven Arten weist die Insel Teneriffa die meisten bodenständigen Spezies von ganz Makaronesien auf.

Andererseits sind die verschiedenartigen vulkanischen Materialien, kombiniert mit den Klimaeinflüssen, auch die Grundlage für eine Bodenbeschaffenheit, die außerordentlich verschiedenartig gestaltet ist. Die Verbindung dieser diversen Faktoren führt so zu der Entstehung sehr unterschiedlicher Habitate, wo zahlreiche Gemeinschaften von Pflanzen und Tieren zuhause sind, die, mit ihren Interaktionen, die einzigartigen Ökosysteme von Teneriffa bilden.

Die Vegetation von Teneriffa ist in 6 große Ökosysteme aufgeteilt, die in direktem Zusammenhang mit der Höhe und der Nord-Süd Ausrichtung der Seiten der Insel stehen.

Gelände der Wolfsmilchgewächse: 0 – 700 Meter. Xerophiles, gut an die Trockenheit, die intensive Sonneneinstrahlung und die starken Winde der Zone angepaßtes Dickicht. Zahlreiche Endemiten. Balsa-Wolfsmilch, Kandelaber-Wolfsmilch, braunblütige Fensterpflanze...

Thermophile Wälder: 200 – 600 Meter. Übergangszone. Gemäßigte Regenfälle und Temperaturen. Durch die menschliche Hand geschädigte Zone. Zahlreiche endemische Spezies. Phönizischer Sadebaum, Drachenbaum, Palme...

Lorbeerwald: 500 – 1000 Meter. Dichter Wald mit großen Bäumen, Nachfolger der Flora aus dem Zeitalter des Tertiärs, in einer Zone mit häufigem Nebel und Regen. Starke Vielfalt an Arten, mit üppigem Unterholz aus Büschen, Gräsern und Farn. Lorbeerbaum, Kanaren-Stechpalme, wilder Avocadobaum, Kanarisches Ebenholz...

Heidebuschwald: 1000 – 1500 Meter. Trockenerer und ärmerer Wald, was Artenvielfalt betrifft. Tritt an die Stelle des Lorbeerwaldes, wenn dieser angegriffen ist. Sehr bedeutend, was Waldvorkommen angeht. Gagelbaum, Baumheide, Kanaren-Stechpalme...

Kiefernwald: 800 – 2000 Meter. In offener Formation wachsender Kiefernwald, mit wenig Unterholz und geringer Vielfältigkeit. Kanarische Kiefer, fädlicher Ginster, Zistrose...

Hochgebirge: über 2000 Meter. Trockenes Klima, sehr starke Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturen. Sehr gut angepaßte Flora. Schöne und wissenschaftlich außerordentlich bedeutenden Endemismen. Natternkopf, Teideginster, Teide-Veilchen...

Auch die Fauna der Insel ist sehr interessant, und es gibt eine große Anzahl von Endemiten unter den wirbellosen Tieren, sowie einzigartige Spezies unter den Reptilien, den Vögeln und den Säugetieren. Im Inventar der Fauna von Teneriffa wird beziffert, dass es 400 Arten von Fischen, 56 von Vögeln, 5 von Reptilien, 2 von Amphibien, 13 von Landsäugetieren und mehrere Tausende von Invertebraten gibt, und auch einige Spezies von Wasserschildkröten und von Walen.

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